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Forderungen für angestellte Psychotherapeuten und für stationäre Psychotherapie

Zur Diskussion:

Der VPP spezifiziert die gemeinsam mit der AGP formulierten Forderungen für den Bereich der stationären Psychotherapie und das Tätigkeitsfeld der Angestellten PsychotherapeutInnen und stellt sie hier zur Diskussion:

  1. Das Dienst- und Vergütungsrecht für die angestellt tätigen Psychologischen PsychotherapeutInnen muss mit dem Ziel der Gleichstellung mit den angestellt tätigen Fachärzten geändert werden.
  2. Es ist ein allgemeiner Konsens zu erzielen:
    Die gesetzlichen Bestimmungen über die berufsrechtlichen Voraussetzungen zur Ausübung heilkundlicher Psychotherapie im Sinne des PsychThG gelten für niedergelassene PsychotherapeutInnen und für PsychotherapeutInnen im Anstellungsverhältnis in gleicher Weise. Dies betrifft im wesentlichen die somatischen, psychiatrischen und psychosomatischen Akutkrankenhäuser bzw. Abteilungen in Krankenhäusern, in denen psychotherapeutische Behandlung indiziert ist, die Vorsorge- und Rehakliniken, die psychiatrischen Institutsambulanzen sowie auch die Krankenhäuser oder Abteilungen des Maßregelvollzuges.

    Soweit notwendig ist eine Klarstellung oder Anpassung der sozialrechtlichen Bestimmungen im Bereich Psychotherapie zu erreichen mit dem Ziel, bei stationärer oder ambulanter Behandlung durch angestellte PsychotherapeutInnen in Einrichtungen gleiche Bedingungen für die Ausübung von heilkundlicher Psychotherapie zu schaffen wie im Bereich der ambulanten Behandlung durch niedergelassene PsychotherapeutInnen.

  3. Die eigenverantwortliche Ausübung von Psychotherapie im Sinne des PsychThG und des SGB V als eine durch die Krankenkassen finanzierte Leistung ist auch im Bereich stationärer und ambulanter Einrichtungen den dafür approbierten Berufsgruppen (Psychotherapeuten und Ärzten) vorbehalten. Es sind in diesen Einrichtungen entsprechende Stellen für PsychotherapeutInnen zu schaffen in allen Bereichen, in denen psychotherapeutische Behandlung angezeigt ist. In den dienstlichen Strukturen der Krankenhäuser sind die Psychotherapeuten den Fachärzten gleich zu stellen (siehe Punkt 1).

  4. Ähnlich wie die Psychotherapie-Richtlinien und die Psychotherapie-Vereinbarungen für den Bereich ambulanter Psychotherapie sind auch für den Bereich der stationären Psychotherapie in somatischen, psychiatrischen und psychosomatischen Krankenhäusern oder Abteilungen und Rehakliniken Vereinbarungen zu treffen, in denen u.a. das Nähere über die psychotherapeutisch behandlungsbedürftigen Krankheiten, die zur Krankenbehandlung geeigneten Verfahren sowie über Art, Umfang und Durchführung der stationären Akut- oder Rehabehandlung geregelt wird.

  5. In der neu zu erstellenden Berufsordnung der Psychotherapeuten ist ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass die Regeln der Berufsordnung auch für Psychotherapeuten im Anstellungsverhältnis gelten und dass die jeweilige Kammer durch Überprüfung der Dienstverträge dafür Sorge trägt, dass die Eigenverantwortlichkeit und Unabhängigkeit im psychotherapeutischen Handeln der im Angestelltenverhältnis tätigen Psychotherapeuten gewahrt ist.

  6. In allen Gremien des öffentlichen Gesundheitswesens, in denen Fragen zum Thema stationärer Psychotherapie thematisiert werden oder werden sollten, sind Vertreter der angestellten Psychotherapeuten angemessen zu beteiligen.

Hans-Werner Stecker
Mitglied im Vorstand des VPP
Ressort angestellte PsychotherapeutInnen

Für Rückmeldungen per Mail:
post@hwstecker.de

28.7.2002
überarbeitet: 18.9.2002

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