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BMG-Entwurf zum PsychThG: Der zweite Schritt vor dem ersten

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP) fordert wesentliche Verbesserungen im aktuellen Referentenentwurf für ein Gesetz zur Reform der Psychotherapeutenausbildung und spricht sich für ein Vorschaltgesetz aus.

Die Intention, das Gesetz zur Ausbildung zum Psychotherapeuten/Psychotherapeutin (PsychThG) zu novellieren, ist zu begrüßen, jedoch wirft der aktuelle Entwurf mehr Fragen als Lösungen auf. Die wesentlichen Probleme einer angemessenen Entlohnung der Psychotherapeuten/Psychotherapeutinnen in Ausbildung und die Dauer sowie Inhalte der Weiterbildung bleiben weiterhin ungelöst.
Durch die Schaffung eines Psychotherapiestudiums entwurzelt das BMG die Psychotherapie von ihrer Kernwissenschaft. Der Einstieg in die Psychotherapie über ein Psychologiestudium wird massiv erschwert, wertvolle theoretische Grundlagen für die Arbeit drohen verloren zu gehen. Studieninteressierte sowie Studierende sind hinsichtlich der Interpretation der Voraussetzungen zum Beginn der Ausbildung stark verunsichert und sehen ihre berufliche Zukunft gefährdet.
Der BDP fordert in seiner Stellungnahme das Bundesgesundheitsministerium auf, die derzeitigen Missstände notfalls über ein Vorschaltgesetz zu beheben und die Versorgungsqualität nicht durch einen ungenügend durchdachten Entwurf zur Novellierung zu gefährden.

Die gesamte Stellungnahme des BDP
Zentrale Forderungen des BDP

1.2.2019

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